Bei der Kostenplanung taucht schnell die Frage auf: Welches Gewerk Nach DIN 276 Macht Garagentor? Wer hier falsch zuordnet, riskiert unklare Leistungsverzeichnisse, Nachträge und Vergleichsprobleme bei Angeboten.

Dieser Leitfaden zeigt die korrekte Kostengruppe, typische Abgrenzungen zu anderen Gewerken und wie Sie Ihr LV eindeutig formulieren.
Was regelt die DIN 276 überhaupt?



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Die DIN 276 strukturiert Baukosten in Kostengruppen (KG). Ziel ist eine einheitliche, vergleichbare Kostenermittlung von der Planung bis zur Abrechnung.
Übersicht zur Norm:
https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_276
In welche Kostengruppe fällt ein Garagentor?
Korrekte Zuordnung: KG 334 – Außenwände, Tore und Türen
Ein Garagentor wird nach DIN 276 der Kostengruppe 334 zugeordnet. Diese umfasst:
- Tore
- Außentüren
- Industrietore
- Garagentore inkl. Führungsschienen und Beschläge
Auch lesen:Detaillierte Informationen und Wartungstipps zum Hörmann Garagentor Produkt Nr 36603 Baujahr 2002
Wichtig: Auch das komplette Tor-System mit Schienen zählt dazu.
Warum gehört das Garagentor nicht zur KG 300 allgemein oder 400?
| Kostengruppe | Warum nicht passend |
|---|---|
| KG 300 Bauwerk | Zu allgemein, keine Detailzuordnung |
| KG 330 Außenwände | Tor ist kein Wandbauteil |
| KG 400 Technische Anlagen | Antrieb ist Nebenbestandteil |
| KG 600 Ausstattung | Tor ist bauliches Element |
Das Tor ist baulicher Abschluss einer Öffnung → daher KG 334.
Was ist mit dem Garagentorantrieb?
Hier wird es interessant.
Grundregel:
Der Antrieb gehört ebenfalls zur KG 334, wenn er Bestandteil des Torsystems ist.
Nur wenn eine separate Elektroinstallation nötig wird (z. B. Sondersteuerung), können Teile in KG 440 (Elektro) fallen.
Praxisbeispiel aus der Ausschreibung
Falsch formuliert:
„Garagentorantrieb durch Elektriker“
Richtig formuliert:
„Sektionaltor inkl. Antrieb, Schienen, Beschläge, Montage – KG 334“
So vermeiden Sie Gewerkestreit zwischen Metallbauer und Elektriker.
Welche Firmen führen dieses Gewerk aus?
Typischerweise:
- Metallbauer
- Tor- und Türsystemanbieter
- Fachfirmen für Garagentore
Nicht:
- Elektriker (nur Stromanschluss)
- Maurer (nur Öffnung)
Abgrenzung zu angrenzenden Gewerken
| Bauteil | Gewerk | Kostengruppe |
|---|---|---|
| Garagenöffnung / Sturz | Rohbau | KG 300 |
| Garagentor komplett | Torbauer | KG 334 |
| Stromanschluss Steckdose | Elektriker | KG 440 |
| Innenputz Laibung | Ausbau | KG 340 |
Diese klare Trennung verhindert Nachträge.
Typische Fehler in Leistungsverzeichnissen
- Tor ohne Antrieb ausgeschrieben
- Antrieb separat beim Elektriker
- Führungsschienen vergessen
- Keine Angabe zur Torart (Sektional/Schwing)
Schritt-für-Schritt: So schreiben Sie das LV richtig
- Torart definieren (z. B. Sektionaltor)
- Maße angeben (Breite/Höhe)
- Inkl. Antrieb festlegen
- Montage inkl. Schienen nennen
- KG 334 explizit angeben
Beispieltext:
„Liefern und montieren eines Sektionaltores inkl. elektrischem Antrieb, Führungsschienen und Befestigungsmaterial gemäß KG 334 DIN 276.“
Warum die korrekte Zuordnung wichtig für Angebote ist
Anbieter kalkulieren unterschiedlich, wenn unklar ist:
- Wer den Antrieb liefert
- Wer die Montage übernimmt
- Wer die Verkabelung macht
Eindeutige KG-Zuordnung = vergleichbare Angebote.
Praxisfall vom Bau
Bei einem Neubau wurde das Tor ohne Antrieb ausgeschrieben (KG 334). Der Elektriker sollte den Antrieb liefern (KG 440). Ergebnis: 1.200 € Mehrkosten durch Schnittstellenprobleme.
FAQ — Welches Gewerk Nach DIN 276 Macht Garagentor
Frage 1: Gehört das Garagentor zur KG 334?
Ja, eindeutig.
Frage 2: Zählt der Motor dazu?
Ja, wenn Bestandteil des Tores.
Frage 3: Wer installiert den Stromanschluss?
Der Elektriker, KG 440.
Frage 4: Ist ein Rolltor anders einzuordnen?
Nein, ebenfalls KG 334.
Frage 5: Warum gibt es hier oft Verwirrung?
Weil Antrieb fälschlich als Elektrogewerk gesehen wird.
Fazit
Die Frage Welches Gewerk Nach DIN 276 Macht Garagentor lässt sich klar beantworten: Kostengruppe 334. Tor, Schienen und Antrieb gehören zusammen in dieses Gewerk. Nur der Stromanschluss liegt beim Elektriker.
Mit dieser klaren Zuordnung vermeiden Sie Missverständnisse, Nachträge und unklare Angebote. Wenn Ihnen dieser Leitfaden geholfen hat, teilen Sie ihn gern in sozialen Medien, damit auch andere Bauherren korrekt ausschreiben können.
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