Zarge Für Garagentor Aus Holz Bauen – Anleitung

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Sie möchten eine Zarge Für Garagentor Aus Holz Bauen, wissen aber nicht genau, welche Maße, Holzarten oder Befestigungen wirklich sinnvoll sind? Viele Heimwerker stehen vor genau dieser Herausforderung: Eine stabile, langlebige und exakt ausgerichtete Zarge zu konstruieren, die das Garagentor sicher trägt.

Zarge Für Garagentor Aus Holz Bauen

In diesem ausführlichen Leitfaden erhalten Sie eine praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung, konkrete Maßangaben und professionelle Tipps – damit Ihr Projekt nicht nur gut aussieht, sondern auch Jahrzehnte hält.

Auch lesen:Detaillierte Informationen und Wartungstipps zum Hörmann Garagentor Produkt Nr 36603 Baujahr 2002


Warum eine Zarge für ein Garagentor aus Holz bauen?

Eine Holzzarge bildet das tragende Element zwischen Mauerwerk und Garagentor. Sie sorgt für:

  • Stabilität und Lastverteilung
  • Saubere Befestigung des Tores
  • Schutz vor Feuchtigkeit und Verzug
  • Verbesserte Wärmedämmung

Gerade bei älteren Garagen ohne normgerechte Öffnung ist eine individuell gefertigte Zarge oft die beste Lösung.

Laut Baupraxis im privaten Wohnungsbau entscheiden sich rund 35 % der DIY-Bauherren bei Renovierungen für Holzrahmenkonstruktionen – vor allem wegen der guten Bearbeitbarkeit und des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses.


Welche Holzart eignet sich für eine Garagentor-Zarge?

Die Wahl des richtigen Materials ist entscheidend.

Empfohlene Holzarten

HolzartVorteileNachteile
LärcheSehr witterungsbeständigEtwas teurer
EicheExtrem stabil, langlebigSchwer, hoher Preis
Konstruktionsvollholz (KVH)Maßhaltig, günstigMuss imprägniert werden
Fichte/TannePreiswert, leichtGeringere Dauerhaftigkeit

👉 Für Außenbereiche empfiehlt sich druckimprägniertes KVH oder Lärche mit mindestens 60 mm Stärke.

Weitere Informationen zur Holzklassifizierung finden Sie auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktionsvollholz


Welche Maße sollte eine Holzzarge haben?

Die Maße hängen vom Garagentor-Typ ab (Schwingtor, Sektionaltor oder Flügeltor).

Standardrichtwerte für Einzelgarage:

  • Breite: 2.375 – 2.500 mm
  • Höhe: 2.000 – 2.125 mm
  • Holzquerschnitt: mindestens 60 x 80 mm
  • Befestigungsabstand: alle 40–60 cm

⚠ Wichtig: Messen Sie die Maueröffnung an mindestens drei Punkten (oben, Mitte, unten). Unterschiedliche Werte sind bei Altbauten üblich.


Schritt-für-Schritt Anleitung: Zarge Für Garagentor Aus Holz Bauen

Hier folgt die praktische Umsetzung.

1. Vorbereitung und Materialliste

Werkzeuge:

  • Wasserwaage (mind. 1 m)
  • Bohrhammer
  • Holzbohrer 8–10 mm
  • Schraubzwingen
  • Akkuschrauber

Materialien:

  • 2 seitliche Kanthölzer (z.B. 60 x 80 mm)
  • 1 Querbalken oben
  • Schwerlastdübel (Ø 10–12 mm)
  • Edelstahlschrauben (mind. 100 mm Länge)
  • Holzschutzlasur
  • PU-Schaum oder Dichtband

2. Holzzuschnitt

Schneiden Sie die Hölzer exakt auf Maß.

Beispiel:
Garagenöffnung = 2.500 mm Breite → Querbalken = 2.500 mm minus 2 x Holzstärke (z.B. 2 x 60 mm) = 2.380 mm.

Arbeiten Sie mit einer Toleranz von maximal ±2 mm.


3. Holzschutz auftragen

Tragen Sie eine Holzschutzlasur auf.

  • Verbrauch: ca. 100–120 ml pro m²
  • Trocknungszeit: 6–12 Stunden
  • Temperatur: ideal 15–25 °C

Zwei Anstriche erhöhen die Lebensdauer um bis zu 40 %.


4. Seitenteile ausrichten und befestigen

  1. Kantholz an die Wand stellen.
  2. Mit Wasserwaage exakt ausrichten.
  3. Bohrlöcher alle 50 cm setzen.
  4. Schwerlastdübel einsetzen.
  5. Schrauben festziehen (Drehmoment ca. 40–60 Nm).

Achten Sie darauf, dass die Zarge absolut senkrecht steht.


5. Querbalken montieren

  • Querbalken oben auflegen.
  • Mit Schraubzwingen fixieren.
  • Mit 2–3 Schrauben je Seite verschrauben.
  • Diagonalmaß prüfen (Differenz max. 3 mm).

Nur eine exakt rechtwinklige Konstruktion garantiert später ein reibungsloses Öffnen des Tores.


6. Abdichtung und Isolierung

Zwischen Mauerwerk und Holz:

  • PU-Schaum oder
  • Kompriband verwenden

Das verhindert Wärmeverluste und Feuchtigkeitseintritt.


Wie stabil muss eine Garagentor-Zarge sein?

Ein Standard-Schwingtor wiegt 60–120 kg.

Ein gedämmtes Sektionaltor kann 150–200 kg erreichen.

Die Zarge muss:

  • Druckkräfte aufnehmen
  • Torsionskräfte abfedern
  • Windlast standhalten

Ein Holzquerschnitt unter 60 mm ist daher nicht empfehlenswert.


Vorteile vs. Nachteile einer Holzzarge

Vorteile

  • Einfache Bearbeitung
  • Kostengünstig (Material ca. 150–400 €)
  • Individuell anpassbar
  • Gute Wärmedämmung

Nachteile

  • Wartungsaufwand (Lasur alle 3–5 Jahre)
  • Anfällig bei schlechter Abdichtung
  • Geringere Lebensdauer als Stahl

Was kostet es, eine Zarge selbst zu bauen?

PositionKosten
Holzmaterial150 – 400 €
Befestigungsmaterial50 – 120 €
Holzschutz30 – 80 €
Werkzeug (falls nicht vorhanden)100 – 300 €
Gesamt DIY230 – 600 €

Zum Vergleich: Eine Stahlzarge vom Fachbetrieb kostet 800 – 1.500 €.


FAQ – Häufige Fragen

Wie lange hält eine Holzzarge für ein Garagentor?

Bei guter Pflege 15–25 Jahre. Regelmäßiger Holzschutz ist entscheidend.


Kann ich jede Holzart verwenden?

Nein. Weiche, unbehandelte Hölzer sind im Außenbereich ungeeignet. Wählen Sie imprägniertes oder natürlich resistentes Holz.


Muss ich eine Baugenehmigung einholen?

In der Regel nicht, sofern nur die Zarge erneuert wird und keine statischen Veränderungen erfolgen.


Wie verhindere ich, dass sich die Zarge verzieht?

  • Trockene Hölzer verwenden (Holzfeuchte unter 18 %)
  • Beidseitig behandeln
  • Exakte Verschraubung

Kann ich die Zarge alleine montieren?

Mit Erfahrung ja. Für schwere Tore empfiehlt sich jedoch eine zweite Person.


Fazit

Eine Zarge Für Garagentor Aus Holz Bauen ist mit der richtigen Planung gut machbar und deutlich günstiger als eine Fertiglösung. Entscheidend sind die richtige Holzart, präzise Maße und eine stabile Befestigung.

Wenn Sie sorgfältig arbeiten und auf hochwertigen Holzschutz achten, erhalten Sie eine langlebige Konstruktion mit hervorragender Funktionalität.

Hat Ihnen dieser Leitfaden geholfen? Teilen Sie ihn gern mit anderen Heimwerkern in den sozialen Medien – vielleicht startet jemand dank Ihrer Empfehlung sein nächstes DIY-Projekt!

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